Jenseits von Reden: Sonderauszeichnung für strukturelle Verbesserungen, Innovationen in den letzten Jahren, Impulsgeber*innen, Alternativen

Theaterhaus Mitte

Seit den 90er Jahren ist das Theaterhaus Mitte eine Bastion für darstellende Künstler*innen in Berlin. Die Kolleg*innen vom Theaterhaus haben sich mit großem Engagement für die Wiederaufnahme des Probenbetriebes unter Berücksichtigung der umfangreichen Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionsgefahr eingesetzt. Damit ermöglichten sie vielen Künstler*innen – und besonders denen, die dringend auf regelmäßiges Training angewiesen sind – ihre Arbeit asap fortzuführen.

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Antje Thoms – Aktion „Rette dein Theater“

Mit großem persönlichen Einsatz hat Antje Thoms sich gegen Haushaltskürzungen eingesetzt und mit unermüdlichem kulturpolitischen Engagement Allianzen geschmiedet, unendlich viel Korrespondenz geführt und Demonstrationen organisiert. Antje Thoms hat die Aktion selbständig ins Leben gerufen und sich gemeinsam mit ihren Unterstützer*innen gegen etlichen Widerstand durchgesetzt, so dass bestimmte Kürzungen vom Tisch sind und die niedersächsischen Theater ein Stück mehr Zukunftsplanungssicherheit haben.

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Harald Redmer, Foto: Kulturrat NRW
Rainer Bode, Foto: Dario Ronge

Harald Redmer und Rainer Bode – Kulturrat NRW

Seit Beginn der Pandemie haben die beiden, unter anderem mit ihrem Newsletter „Corona-Sprechstunde“, Unterstützung geleistet ohne Ende. Sie haben Navigationshilfen durch den Hilfspakete-Dschungel geschaffen. Sie haben Zeit und Nerven in Vernetzung und Transparenz investiert. Sie sind eine Bühnenheld*innenhafte Schnittstelle zwischen Politik und Kunst.

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Friedrich Pohl, Foto dancersconnect

Friedrich Pohl – dancersconnect

Er hat einen riesigen Stein in der Tanzszene ins Rollen gebracht.

Mit der Gründung von dancersconnect kreiert er Anlaufstellen für Tänzer*innen, initiiert Gespräche über Tabu-Themen, und kämpft unermüdlich für die Vision, bessere Arbeitskonditionen für Tanzschaffende zu schaffen, vor, während, und mit Sicherheit auch nach Corona-Times.

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DIE VIELEN e.V.

Seit ihrer Gründung 2017 sorgt die Aktion für Aufsehen, und auch in diesem Jahr haben die VIELEN gezeigt, wie wichtig es ist, sich nicht von Querdenkern, AFD und Konsorten aus der Ruhe bringen zu lassen und für die Sichtbarkeit von ALLEN Künstler*innen zu sorgen. Für ihren vorbildlichen Einsatz zur Beförderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des *Völkerverständigungsgedankens sowie der Förderung der *Volksbildung möchten wir den Bühnenheld*innen der VIELEN danken!

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Walter Schütze – Auktionsplattform Hidden Treasures for Humanity

Momentan mag der Eindruck entstehen, dass Künstler*innen vor allem dafür da sind, zu unterhalten, schwierige Situationen erträglicher zu machen, das Schöne und Gute zu zelebrieren. Aber unsere Aufgabe geht weit darüber hinaus. Wir müssen auch den Finger in die Wunde legen.”

Walter Schütze hat mit Hidden Treasures for Humanity eine Auktionsplattform gegründet, auf der Kunstwerke von bildenden Künstler*innen der Musik-, Show- und Theaterbranche ersteigert werden können. Der Erlös geht zu 100% an NGOs, die sich für das Recht auf Asyl einsetzen.

Eine mutige Aktion aus der Kultur heraus, die Solidarität mit Flüchtlingen und Asylsuchenden stärkt und zeigt, dass auch Einzelpersonen viel bewegen können, wenn sie sich mit Leidenschaft für eine Sache engagieren.

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Allianz der Freien Künste

Als offenes Bündnis von 19 Bundesverbänden und Interessenvertretungen der privatrechtlich organisierten Kunst- und Kulturschaffenden in Deutschland hat die Allianz gezeigt, dass es möglich ist, schnell, konkret und mit gemeinsamer Stimme zu sprechen und klare Positionen zu beziehen, die vielen betroffenen Solokünstler*innen eine wichtige Unterstützung und Perspektive bieten kann. Es hat gezeigt, wie mensch stetig den Druck auf die Politik erhöhen damit den Weg für Lösungen bereiten kann.

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