4 Stempel für ein Halleluja: Verwaltungen/Verwaltungsmitarbeiter*innen/Sachbearbeiter*innen

Matthias Almstedt, Foto: Saarländisches Staatstheater

Matthias Almstedt – kaufmännischer Direktor Saarländisches Staatstheater

Matthias Almstedt entwickelte im März 2020 ein finanzielles Ausgleichsmodell für pandemiebedingte Gagenausfälle von Gast-Darsteller*innen aller Sparten. Diesem Modell zufolge werden niedrige Gagen zu einem höheren Anteil ersetzt als höhere. Es sieht für alle Gäste pro ausfallender und nicht nachholbarer Vorstellung eine Ausfallgage in Höhe von 50 % der vertraglich vereinbarten Gage vor – mindestens aber 1000 € pro Vorstellung. Diese differenzierte und zugleich klar strukturierte Behandlung schafft in besonderer Weise einen Interessensausgleich zwischen dem Theater und dem Gast – und das in individualisierter Form.

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Judith Bildhauer, Foto: MWK

Judith Bildhauer – Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden- Württemberg

Judith Bildhauer hat unermüdlich im Hintergrund nach Möglichkeiten gesucht, die Kulturschaffenden in Baden-Württemberg auch als Soloselbständige im Lockdown zu unterstützen. Ihr ist es gelungen, den fiktiven Unternehmer*innen Lohn in Höhe von € 1.180 einzuführen bzw. diese Möglichkeit mit den Behörden zu klären und an die Entscheidenden weiter zu geben.

Außerdem hat sie beständig und geduldig ein offenes Ohr für die vielfältigen Sorgen der Kunstschaffenden in Baden-Württemberg und berät in zahlreichen Zooms kompetent und umfänglich über die Corona-Förderprogramme des Landes.

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Sebastian Brünger, Foto: Candy Welz
Katrin Gayda und Saskia Seidel, Foto: KSB

Sebastian Brünger, Saskia Seidel, Katrin Gayda – Fonds Doppelpass, Kulturstiftung des Bundes

Kaum eine Förderinstitution hat so schnell und so proaktiv reagiert auf die veränderte Situation der von ihr geförderten Projete, wie das Doppelpass Dreamteam. Sie kündigten sehr schnell eine Unterstützung von bis zu 13.000 Eur für Coronabedingte Zusatzkosten für die einzelnen Doppelpassprojekte an. Zudem sind sie alle immer ansprechbar bei Fragen jeglicher Art und nehmen die Erfahrungen der Doppelpass- Künstler:innen so ernst, dass sie die Struktur dieser Förderung ständig weiterentwickeln und weiterdenken.

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Das Team des Corona-Hilfsfonds der Stadt Braunschweig

Kristin Komm, Foto: Stadt Braunschweig

Mit diesem bemerkenswerten Fonds versucht das Team von der Stadt Braunschweig eine Lücke für Braunschweiger Künstler*innen zu schließen, was weder dem Land noch dem Bund so recht gelingen mag. Mit dem schnellen, grundsätzlichen Auflegen eines Hilfsfonds für Soloselbständige mit bis zu 5000.- für Honorarausfall sind sie ein tolles Leuchturm-Beispiel für das, was eine Stadt für seine Kultur und Künstler*innen machen kann. Die Mitarbeiter*innen des Fonds unterstützen die Antragstellung konkret mit Rat und Tat – geduldig, freundlich – kompetent und versuchen, alles möglich zu machen, was in ihrer Macht steht.

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Peter Hausdorf, Foto: privat

Peter Hausdorf – Kulturamt Leipzig

Er hat in der Corona Pandemie eine sehr schnelle und transparente Kommunikationskraft entwickelt und war damit den freien Kulturakteur*innen eine enorm wichtige Hilfe für die Bündelung und Aufbereitung von Themen zur Bewältigung der Pandemie und im Finden von individuellen Lösungen für die Akteur*innen.

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Mareike Ligges, Foto: privat

Mareike Ligges – Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin

Sie setzt sich unermüdlich für die Förderung der freien Szene in Berlin ein. Im Home Office hat sie an ihrem Küchentisch Projektförderungen umgewidmet und immer wieder in aller Ruhe den Umgang mit den Corona-Sonderregelungen und Ausfallhonoraren erklärt.

Die Herausforderung, auch in der Corona Krise gemeinsam mit den Künstler*innen Wege zu finden, wie Kunst möglichst ungehindert von den Vorgaben des Zuwendungsrechts stattfinden kann, hat sie mit Entschlossenheit und Tatkraft angenommen.

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Team Kulturamt Ulm, Foto: privat

Sabine Schwarzenböck – und das Team des Kulturamts Ulm

Während in vielen anderen Städten das kulturelle Leben still stand, organisierte die Kulturabteilung der Stadt Ulm diverse Veranstaltungen und unterstütze die beteiligten Künstler*innen auch finanziell. Sie unterstützten Kulturschaffende bei der Entwicklung und Durchsetzung der Hygienekonzepte und standen jederzeit für eine praktische Antwort zur Verfügung. Die erfolgreiche Durchführung der Kulturnacht am 19.09. verdanken die Künstler*innen dem Team des Kulturamts Ulm. Für viele war es nicht nur eine lang ersehnte Gelegenheit endlich auftreten zu können, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung und des Vertrauens.

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Team Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin, Foto: Marcus Lieberenz

Dr. Torsten Wöhlert, Dr. Konrad Schmidt-Werthern, Sabine Köhncke und Team – Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin

Das Team von der Senatsverwaltung Kultur und Europa in Berlin hat sehr schnell nach Beginn der Eindämmungsmaßnahmen die Landeshaushaltsordnung geändert. Damit wurden Ausfallkosten anerkannt, die Umwandlung von Projekten ermöglicht, Ausfallhonorare in Höhe von 60 % des Honorars, Verlängerungen des Ausgabezeitraums, Anerkennung von Mehrkosten und vieles mehr. Damit wurden die Grundlagen für Projekt-Arbeit in der Corona-Zeit gesichert – ohne das wäre gar nichts gegangen.

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